Unverhofft kommt oft
Da mein Ferbermobil leider über keine Warmwasseraufbereitung verfügt, die war damals nur zusammen mit der aufpreispflichtigen Truma C 3002 Kombi-Gasheizung statt der verbauten Truma E 2400 Gasheizung bestellbar, habe ich nach einer Möglichkeit gesucht diese kostengünstig zu realisieren.
Einen Umbau auf eine Truma C oder eine zusätzlicher gasbetriebene Warmwasseraufbereitung kam für mich allein schon aufgrund der 2 x 5 kg Gasflaschen an Bord – also gerade mal ausreichend für Heizung und Kochen – nicht in Frage. Also habe ich mich für ein System mit 6 Litern Warmwasserspeicher entschieden welches durch das Durchleiten der Warmluft aus dem Warmluftkanal durch den Boiler diese zusätzlich zur Erwärmung des Wassers nutzen kann. Natürlich kann der Boiler auch mit Landstrom, 230V/500W und zusätzlich über 12V/200W, entweder einzeln oder im Mix betrieben werden.

Da der direkt von der Truma kommende Heizungskanal in der kleinen Garage unter dem unteren Stockbett verläuft, soll die Therme dort auch angeschlossen werden, zumal sich die Kalt- und Warmwasserleitungen incl. der Hochdruckpumpe ebenfalls dort in unmittelbarer Nähe befinden. Auch wenn die Truma C, wie vorhergehend beschrieben nicht verbaut ist, so wurde aber bei Auslieferung des Fahrzeuges Werkseitig bereits alles für deren Einsatz vorbereitet. Das heißt, alle Verteiler, Kalt- und Warmwasserschläuche incl. Mischregler sind bereits verlegt und auch an aller Abnehmer angeschlossen. Man hat einfach die Kaltwasserleitung der Pumpe parallel an den Verteiler für die Warmwasserversorgung mit angeschlossen. Das erleichtert einem natürlich eine Menge Verlegungsarbeiten.



Allerdings kam dann auch eine Sache zum Vorschein, mit der ich nun überhaupt nicht gerechnet habe. Eine Maus oder ein Siebenschläfer hat es sich wohl irgendwann einmal unterhalb der Verteilereinheiten in einer kuscheligen Ecke in der Nähe des Warmluftkanals gemütlich gemacht – man sieht noch gut die Reste vom Nestbau. Da dort aber leider auch die Versorgungsleitungen für den Landanschluss mit 230V und die 12V-Versorgung langlaufen, konnte sie wohl der leckeren Gummi-Ummantelung dieser Kabel nicht wiederstehen.

Hier werde ich also noch ein wenig Arbeit investieren müssen. Da nur die Isolierung angefressen wurde, die Kupferlitzen aber tatsächlich unbeschädigt geblieben sind, bin ich momentan noch am überlegen, ob ich die gesamten Kabel neu einziehe oder nur an den Schadstellen die Kabel neu isolieren soll. Alternativ könnte ich den Kabelbaum auch trennen und neue Zwischenstücke einlöten und dann isolieren und mit Schrumpfschlauch versehen – was aber eigentlich das Gleiche ist. Kabelschuhe- oder Verbinder kommen jedoch auf keinen Fall zum Einsatz.
Mehr dazu demnächst …
Ich habe jetzt alle Kabel überprüft und konnte diesbezüglich keine weiteren Beschädigungen festzustellen, so das ich mich für eine Neuisolierung entschieden habe. Zuerst habe ich alle Einzelkabel großzügig freigelegt und diese mit normalem schwarzen Isolierband abisoliert. Danach dann noch einmal mit selbstverschweißenden Band ummantelt und anschließend noch zu Kabelsträngen zusammengelegt und mit einer Hartkunststoffummantelung versehen. Das sollte reichen.






